Achtung - Schulanfänger unterwegs

Für über 800.000 Kinder in Deutschland beginnt in den nächsten Tagen und Wochen der Ernst des Lebens: Die Schule fängt an.Auch im Landkreis Neunkirchen werden die kleinen Schulanfänger in den nächsten Wochen und Monaten zunehmend alleine den SchulwegBildquelle: Bundesverband der Unfallkassen bewältigen. Die Kreisverkehrswacht Neunkirchen appelliert an  alle Verkehrsteilnehmer mit erhöhter Aufmerksamkeit und Vorsicht insbesondere in Wohngebieten und Straßen im Bereich von Schulen zu fahren. Hier gilt: Runter vom Gas und jederzeit bremsbereit sein.
Schulanfänger bewegen sich noch nicht so sicher im Straßenverkehr wie Erwachsene. Sie haben Schwierigkeiten, Entfernung und Geschwindigkeit eines Fahrzeugs richtig einzuschätzen. Die Kleinen können nicht über parkende Autos hinwegschauen, ihr Gesichtsfeld ist eingeschränkt. Die Verkehrsregeln sind ihnen noch nicht richtig bekannt und sie lassen sich gerne sehr schnell ablenken.

Die Eltern können diese Unsicherheiten, die leicht zu Gefahren auf dem Schulweg werden können durch ihr Engagement teilweise eindämmen. Ein wichtiger Baustein ist das Üben des  Schulweges. Der sicherste Weg zur Grundschule sollte gemeinsam mit dem Kind festgelegt und geübt werden. Dabei muss bedacht werden, dass der sicherste Weg nicht immer der kürzeste Weg ist. Im Interesse der Sicherheit des Kindes ist es ratsam, dass dabei so wenig wie möglich die Fahrbahn von dem Kind überquert werden darf.
Im Bereich der Kreisstadt Neunkirchen hat die Kreisverkehrswacht zusammen mit den Partnern Kreisstadt Neunkirchen und Polizeibezirksinspektion Neunkirchen für alle Stadtteile Schulwegpläne erstellt. Informationen gibt es zum Schulwegplan beim Kinderbüro der Stadt Neunkirchen, Tel.: 06821/202417.

In den ersten Wochen gehen Eltern und Kinder den Weg zur Schule am besten gemeinsam. Absprachen mit den Eltern benachbarter Schulkinder sind sinnvoll. Nach den ersten Wochen des gemeinsamen Schulweges kann es im Interesse der Sicherheit des Kindes auf dem Schulweg sinnvoll sein,  das Kind beim Weg zur Schule unbemerkt zu beobachten. So kann festgestellt werden, wo und was noch  noch einmal geübt werden muss.
Zeitdruck oder Hektik am Morgen sollte von den Kindern ferngehalten werden, denn das kann sie stark vom Straßenverkehr ablenken.
Helle Kleidung und reflektierende Schulranzen machen den Schulweg ebenfalls sicherer.

Mit dem Fahrrad sollten Schulanfänger auf gar keinen Fall zur Schule fahren. Im Alter von sechs Jahren sind sie damit überfordert.
Die Radfahrausbildung beginnt erst in der dritten Klasse.

Eltern, die ihr Kind im Auto zur Schule bringen, müssen für die korrekte Sicherung mit passendem Kindersitz sorgen. Noch immer werden zu viele Kinder gar nicht oder unzureichend im Auto gesichert.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und die Kreisverkehrswacht Neunkirchen  weisen darauf hin, dass sich die Verkehrserziehung der Schulneulingen nicht auf die ersten Schultage beschränken darf. Bei vielen Kindern gerät die anfängliche Vorsicht schnell in Vergessenheit und weicht einer riskanten Sorglosigkeit. Die gefährliche Zeit beginnt im Herbst, wenn das Kind nach den ersten Ferien in der dunklen, kalten und nassen Jahreszeit alleine zur Schule geht.

Wir empfehlen:
Gut ausgeschlafen, ein gesundes Frühstück im Bauch, helle Kleidung und ein ausreichender Zeitpuffer – so sieht der ideale Start für einen bekannten und eingeübten Schulweg aus.