Verkehrerziehung mit Spiel und Spaß

verkehrserziehung_01Seit 21 Jahren bieten Kreisverkehrswacht und Polizeiinspektion Neunkirchen und das Kinder- und Jugendbüro der Stadt mit ihren Partnern mit der zentralen Veranstaltung „Kind und Verkehr“ im Landkreis Neunkirchen ihren kleinen Gästen einen Tag lebendiger Verkehrserziehung, verbunden mit positiven Eindrücken.
Schon beim Betreten des Geländes der Jugendverkehrsschule konnte man die Begeisterung der Kinder hören und sehen: An verschiedenen Punkten des schönen Geländes waren Pavillons aufgebaut, um die es nur so wuselte – mittendrin ein lauter Ruf „Achtung, Platz machen!“, dem der Clown Joaquino Payaso auf einem Einrad und dahinter jede Menge tobende Kinder verkehrserziehung_02folgten. Die Laune war allgemein bestens, wofür nicht nur der Spaßmacher über die gesamte Veranstaltung sorgte. Moderator Rainer Maurer von den „Big Boppers“ legte flotte Musik auf. Das Kinder- und Jugendbüro und die Kinderkommission Neunkirchen boten den Kleinen unter der Leitung von Gertrud Backes Schminkereien, Tatoomalen, kreative Spiele und nicht zuletzt, weil heiß begehrt, eine „Laufkarte“, auf der sie durch Befragung der einzelnen Verantwortlichen die richtigen Antworten zum verkehrssicheren Fahrrad ankreuzen und was Schönes gewinnen konnten. Auch gab es an diesem Stand kostenlos Tee und Laugengebäck. Ebenso ein altbewährter Partner ist der „Spielbus Karlchen“, an dessen Aktivzone die kleinen Besucher an der Springburg oder der Kastenrutschbahn austoben, aber auch bei Tatoos und jeder Menge Gesellschaftsspiele mit viel Spaß ihr Sozialverhalten trainieren konnten. Am Stand vom Radhaus Simon konnten die Mädels und Jungs lernen, wie man zum Beispiel Fahrradschläuche flickt und sich jede Menge Tipps für kleine Reparaturen an ihrem Zweirad holen.
Die Disziplin, die die beiden Verkehrserzieher Heinz Histing und Jürgen Dörrenbächer beim Fahrradfahren nach Regeln forderten, konnten die Kids nach so viel Spielen und Toben ohne Probleme aufbringen. Auch Instruktor Joachim Jäckel lobte die Konzentration der Kinder beim Sicherheitstraining auf Trial-Rädern, bei denen man auf den Fahrrädern stehend verschiedene Hindernisse überqueren sollte. „Trotz der vielen Teilnehmer ist die Arbeit sehr angenehm.“ Sprach es und wandte sich dann gleich einem Jungen zu, um ihm Tipps zu geben, wie er nun bei der nächsten Runde erfolgreich über die Wippe kommt.
verkehrserziehung_03Dass das Gesamtkonzept der Veranstaltung aufgegangen ist, darüber freute sich besonders Hans-Jürgen Maurer, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Neunkirchen, der uns auf den Sinn von „Kind und Verkehr“ aufmerksam machte: „Das gemeinsame Erlebnis im Zusammenhang mit der Fortbewegung, unter gegenseitiger Rücksichtnahme und der Beachtung von Regeln, verstärkt durch die gemeinsame, zielgerichtete Tätigkeit (zum Beispiel kreatives Spielen), soll elementares Verhalten in Bezug auf Akzeptanz des anderen Menschen und Toleranz der anderen Meinung begründen beziehungsweise fördern.“ Das große Ziel, das die Verantwortlichen erreichen wollen, ist das Verständnis für den anderen Menschen, denn dieses ist aus ihrer Sicht die Basis für die Akzeptanz von Regeln und damit Voraussetzung für ein gedeihliches Miteinander im Straßenverkehr.
Rund 500 Kinder von Kindergärten und ersten und zweiten Grundschulklassen waren mit ihren Erzieherinnen und Lehrern in die Jugendverkehrsschule gekommen.verkehrserziehung_04
Zusammen mit THW, Brillen Böhnert, „Radhaus“ Simon und bereits genannten Partnern stellten die Verantwortlichen also wieder eine beispielhafte Veranstaltung auf die Beine, die von der Sparkasse Neunkirchen und der Bank1Saar-Volksbank Neunkirchen unterstützt wurde.