Erhöhung der Bußgelder im Bereich der Hauptunfallursachen

Seit dem 01. Februar 2009 gelten neue Bußgelder

Die Erhöhungen sollen zu mehr Sicherheit auf den Straßen führen. Insbesondere im Bereich der Hauptunfallursachen wurden die Bußgelder nach oben korrigiert.


  Hierzu zählen unter anderem:
grafik1fertig- unangepasste Geschwindigkeit
- gefährliche Überholvorgänge
- Vorfahrtsverstöße
- Rotlicht-Verstöße
- zu geringer Abstand

Es geht jedoch nicht um eine durchgehende Anhebung der Geldbußen, die Änderungen dienen der Verkehrsicherheit. Bei Parkverstößen zum Beispiel, wurden die Bußgelder nicht erhöht.
Es gilt, besonders rücksichtslosem Verhalten im Straßenverkehr entgegenzuwirken, wie Rasen oder Drängeln.
Bei 95 % aller Unfälle ist nämlich menschliches Fehlverhalten die Ursache.

In anderen europäischen Ländern, wie Großbritannien, Schweden oder den Niederlanden, liegen die Bußgelder für gefährliche Verstöße um ein Vielfaches höher. Diese Länder weisen auch bessere Unfallbilanzen aus.
Eine Anpassung der Obergrenzen in Deutschland war daher sinnvoll und notwendig.

Die wichtigsten Änderungen der neuen Bußgeldkatalog-Verordnung:


Verstoß  Bußgeld alt  Bußgeld neu
unangepasste Geschwindigkeit  50  100
Verstoß gg. das Rechtsfahrgebot  40  80
Fehlverhalten auf Autobahnen
(z.B. Wenden, Rückwärtsfahren,etc.)
 40-150  70-200
zu geringer Abstand (gestaffelt
Geschwindigkeit und Abstand)
 40-250  75-400
Geschwindigkeitsbegrenzung
missachtet (innerorts)
 50-425  80-760
Geschwindigkeitsbegrenzung
missachtet (außerorts)
 40-375  70-600
Vorfahrt missachtet  50  100
Drogen u. Alkohol am Steuer,
1. Verstoß
 250  500
Drogen u. Alkohol am Steuer,
2. Verstoß
 500  100
Drogen und Alkohol am Steuer,
3. Verstoß
 750  1500
Verstoß gg. Null-Promille-Regel für
Fahranfänger
 125  250
Rotlicht missachtet  50-200  90-360
Fahren mit nicht verkehrssicherem Kfz  50-150  80-270
Durchführung illegaler Kfz-Rennen  200 (Veranstalter)
 150 (Teilnehmer)
 500 (Veranstalter)
 400 (Teilnehmer)
Lkw-Sonntagsfahverbot nicht
eingehalten
 40 (Fahrer)
 200 (Halter)
 75 (Fahrer)
 380 (Halter)

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, 2009